N3rds gone West

Juli 12

Lake Tahoe (der zwanzigste Tag)

Irgendwie haben wir gegenüber der ursprünglichen Planung einen ganzen Tag heraus geholt. Also was tun? Eher nach San Francisco zurück? Nein, lieber noch einen gemütlichen Standtag am wunderschönen Lake Tahoe:

Moment mal! Auf dem ersten Bild waren ja Jet Skis - konnte man die mieten? Ja, konnte man:

Und, heute gar keine Tierbilder? Doch, doch:

So, das war sie also: unsere Rundreise durch den Westen der U.S.A. - wir sind mittlerweile wieder in San Francisco angekommen und werden morgen den Tag noch ganz entspannt hier verbringen, bevor wir am frühen Abend unseren Mietwagen abgeben und uns auf den Rückweg nach Deutschland machen. Ob wir morgen noch einmal zum Bloggen kommen, kommt darauf an, wie zeitig wir am Flughafen sind. Also mal schauen :)

Juli 11

Yosemite! (der neunzehnte Tag)

Der heutige Tag lässt sich eigentlich ganz kurz zusammenfassen:

Wir haben einen fast nicht mehr vorhandenen Wasserfall gesehen, einen fast ausgetrockneten See und einen alten Baum…

Das ist natürlich “etwas” überspitzt… detaillierter:

Der Tag heute startete mit einem hervorragenden Cappuccino. Anschließend ging es in den Yosemite Nationalpark und sofort zum “Yosemite Fall”:

 

den ich mir allerdings etwas größer und mächtiger vorgestellt habe. Später haben wir an einer Lernstation erfahren, dass der Winter dieses Jahr sehr trocken war und daher der Wasserfall nicht wie sonst Mitte August austrocknet, sondern wahrscheinlich schon Ende Juli. Und überhaupt wird der Wasserfall aufgrund der globalen Erwärmung in ca. 50 Jahren komplett versiegt sein, weil keine Eismassen mehr vorhanden sind, die Wasser liefern könnten (!). Gott sei Dank, waren wir dieses Jahr noch da ;)

Davon etwas ernüchtert ging es dann zum nächsten Highlight: dem “Mirror Lake”, in dem sich der größte Berg im Valley, der “Half Dome” spiegeln sollte. Nun ja, das war/ist der “Mirror Lake”:

Auch der fast ausgetrocknet - Juli ist also nicht die beste Zeit, um in den Yosemite Nationalpark zu fahren… also nicht, wenn man Wasser sehen möchte!

Von dem ca. 1,6 km langen Marsch zum Mirror Lake und umweltbewusst mit dem Shuttle zurück am Parkplatz angekommen, machten wir uns dann mit dem Auto auf den Weg zum “Grizzly Giant”, einem ca. 2.700 Jahre alten Sequoia-Baum, den wir und abschließend auch etwas größer vorgestellt hatten:

War der Tag also ein totaler Reinfall? Nein, war er nicht! Denn abseits der “Hauptattraktionen”, von denen wir vielleicht etwas viel erwartet haben, gab es noch viele andere, wunderschöne Sehenswürdigkeiten im Yosemite Nationalpark:

Juli 10

Was für ein Tag, was für ein Erlebnis!

Nachdem wir bereits intensives Sightseeing in San Francisco betrieben, Hollywood hautnah erlebt haben und in gigantischen Canyons und Valleys der westlichen Hemisphäre unterwegs waren, hinterlässt der heutige Tag eine ganz spezielle Erinnerung der etwas anderen Art - und zwar der durchaus sehr sportlichen.

Als Stefan und ich vor wenigen Tagen den Grand Canyon erklommen und in der brütenden Hitze steile Pässe hinab- und wieder hinaufstiegen, kam uns der Gedanke, dass die engen Wege und holprigen Pisten prädestiniert für eine gepflegte Mountain Bike Downhill Session wären.

Gesagt, getan! Auf dem Weg Richtung Yosemite Nationalpark befragten wir unseren Freund Dr. Internetz nach diversen Aktivitäten, die unserer Vorstellung entsprachen. Und siehe da: In dem Ort, in dem wir eh übernachten wollten - genannt Mammoth Lakes -, fanden wir folgenden, interessanten Link: Mountain Bike Park.

Ein Erlebnispark für Downhill-Fans mit der Möglichkeit zum Leihen professioneller Räder, verschiedener Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Shuttles sowie Gondeln rauf auf den Berg.

Ehrlich, das war der absolute Hammer! Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine solch grandiose sportliche Aktivtät durchgeführt zu haben. Die Strecken waren perfekt und für Anfänger extrem herausfordernd, wodurch man ununterbrochen hochkonzentriert sein musste. Körperlich war es ebenso anstrengend, da sämtliche Muskeln angespannt sein mussten. Und die Erfahrung einen Berg in über 11.000 Fuß (ca. 3.300 m) runterzubrettern und dabei auch noch die wundervolle Natur zu genießen (zumindest in den wenigen Verschnaufpausen), tat sein Übriges dazu bei.

Grenzen gab es ebenfalls wieder allehand zu meistern. Auf den Pisten wie “Off the Top”, “Brake Through” und “Paper Route” nicht hinzufallen, war bei dem hohen Tempo nahezu unmöglich und so gelang es uns auch nicht komplett ohne Zwischenfall (keine Sorge, ist alles gut). Aber gerade das machte ja den Reiz aus - was macht das Bike mit, was hält der eigene Körper aus und wie schnell kann man bei der hohen Geschwindigkeit reagieren? Und das alles auf Strecken, an die in Deutschland niemals zu denken wäre. Wenn ich mir überlege, an welch kranke Abhänge wir vorbei sind und was für fiese Hindernisse von uns passiert werden mussten, wird mir grad ein bisschen schlecht komme ich doch etwas ins Grübeln.

Sicherlich wird dies nicht mein letzter Downhill Ride gewesen sein.